
Diskussionsabend: Mit dem bilateralen Weg in die Zukunft
Am Montag, 17. November 2025 wurde im Kaufleuten Zürich konstruktiv und engagiert über die Zukunft der Schweizer Europapolitik diskutiert: Gemeinsam mit unserem Allianz-Mitglied «die plattform» brachten wir Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf eine Bühne. Das zentrale Fazit des Abends: Es braucht die Bilateralen III, um den bilateralen Weg in die Zukunft zu führen.
Am 17. November 2025 luden wir zusammen mit «die plattform» zu einer offenen Diskussion ins Kaufleuten Zürich ein. Unter der kompetenten Moderation von Raphaela Birrer (Tages-Anzeiger) gaben uns diese vier Persönlichkeiten wertvolle Einblicke:
Daniel Jositsch (Ständerat ZH und Präsident „die plattform“)
Monika Rühl (Vorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse)
Pascal Bieri (Mitgründer von Planted)
Prof. Dr. Stefanie Walter (Universität Zürich)
Die Botschaft, die alle – mit ihren ganz eigenen Perspektiven – vermittelten, war eindeutig: Ein „Nein“ ist keine Option.
Der Diskussionsabend machte deutlich, wie komplex die Debatte rund um die Bilateralen III ist – und gleichzeitig, wie direkt sie unseren Alltag, unsere Unternehmen und die strategische Positionierung der Schweiz in Europa betrifft.
Warum eben nicht alles bleibt wie bisher
Die Bilateralen sind kein Selbstläufer – der häufig gedachte Status Quo ist eine Illusion. Die jetzigen Verträge benötigen eine Weiterentwicklung. Passiert das nicht, erodieren die bestehenden Abkommen langsam, aber stetig und damit der gesamte bilaterale Weg zwischen der Schweiz und der EU, der sorgfältig über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Ein Weg, der sich seit über 25 Jahren für die Schweiz bewährt hat.
Ohne die Bilateralen wäre die Schweiz zunehmend mit weitgreifenden Herausforderungen konfrontiert:
KMUs stehen vor mehr Hürden, Bürokratie und höheren Kosten.
Start-ups, die in die EU exportieren wollen, drohen neue, teure, und zeitraubende Zertifizierungsverfahren.
Innovationen werden gebremst, weil der Zugang zum europäischen Forschungsraum erschwert wird.
Von allen Alternativen ist die Fortführung des bilateralen Wegs mit den Bilateralen III klar die beste Option.
Kurz: Ein „Nein“ führt nicht zur Bewahrung des Bestehenden, sondern zu dessen schleichendem Verlust.
Bilaterale III sind ein strategisch notwendiger Schritt für die Schweiz
Alle Podiumsteilnehmenden warten sich einig: Die Bilateralen III sind kein „nice to have“. Sie sind ein entscheidendes Instrument, das der Schweiz auch in Zukunft ermöglicht:
an ihrem wichtigsten Binnenmarkt teilzunehmen,
innovativ zu bleiben,
wirtschaftlich stark zu bleiben,
und politisch in der EU mitreden zu können.
Am Ende geht es – wie bei jeder Entscheidung – um ein sorgfältiges Abwägen von Vor- und Nachteilen. Und die Vorteile des bilateralen Weges und dem neuen Vertragspaket überwiegen ganz klar.
Wenn wir weiter diesen massgeschneiderten Zugang zum Binnenmarkt der EU haben wollen, so müssen wir auch die Spielregeln des Marktes mittragen. Jetzt haben wir die Chance, dies auf Augenhöhe mitzugestalten. Nutzen wir diese.
Denn die Bilateralen III sind nicht einfach nur ein neues Vertragswerk – sie sind eine Investition in die Zukunft der Schweiz.
Impressionen vom Diskussionsabend
