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Die Schweiz und die EU sind zentrale wirtschaftliche Partner: Pro Arbeitstag werden über eine Milliarde Franken in Waren und Dienstleistungen ausgetauscht. Dabei profitieren Schweizer Unternehmen von einem weitgehend hindernisfreien Zugang zu rund 450 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten und 32 Millionen Unternehmen im europäischen Binnenmarkt.
Diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer: Sie basiert auf den bilateralen Verträgen. Deren wirtschaftlicher Nutzen ist gemäss mehreren Studien klar positiv belegt. Die Ecoplan-Studie analysierte die volkwirtschaftlichen Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I. Die Schweiz würde dabei deutlich verlieren:
Das Bruttoinlandprodukt wäre bis 2045 rund 4.9% tiefer.
Der Wohlstand pro Kopf wäre etwa CHF 2’500 tiefer.
Die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts würden sinken.
Auch die Simulationsrechnungen von BAK-Economics bestätigt klar den Wert der Bilateralen:
Zwischen 2028 und 2045 würde ohne Bilaterale der kumulierte Wertschöpfungsverlust rund CHF 685 Milliarden Schweizer Franken betragen.
Kurz gesagt: Die Bilateralen sind zentral für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand unseres Landes.

Qualifizierte Fachkräfte sichern unseren Erfolg
Ein zentrales Element unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist der Zugang zu qualifizierten Fachkräften aus Europa. Gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels ist das für viele Branchen wie Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Bau und Gastronomie unverzichtbar.
Dank der Personenfreizügigkeit können Unternehmen schnell und flexibel Arbeitskräfte aus dem EU-Raum einstellen, wenn sie im Inland keine finden. Das sichert die Wertschöpfung und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Die Bevölkerung profitiert dadurch von einem breiteren Angebot, kürzeren Wartezeiten, tieferen Kosten und funktionierenden Dienstleistungen.
Die Chaos-Initiative provoziert die Kündigung der Personenfreizügigkeit – mit direkten Folgen für unseren Arbeitsmarkt und unsere Wirtschaft. Mit einem starren Bevölkerungsdeckel von 10 Millionen würde dieser Zugang zu dringend benötigten Arbeitskräften gedrosselt, selbst dort, wo sie besonders dringend gebraucht werden.

Stabilität statt unnötiger Risiken
stark+vernetzt engagiert sich für ein sachliche und lösungsorientierte Europapolitik. Die Chaos-Initiative bedroht dagegen unseren erfolgreichen bilateralen Weg – und damit die stabilen Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft. Es drohen neue Handelshemmnisse und mehr Bürokratie für unsere Unternehmen. Die Schweiz braucht keine Experimente mit ungewissem Ausgang. Gerade in unsicheren Zeiten sind stabile Beziehungen, klare Regeln und planbare Zusammenarbeit entscheidend. Für eine starke wirtschaftliche Zukunft braucht die Schweiz auch weiterhin einen gesicherten Zugang zu Fachkräften und stabile, verlässliche Rahmenbedingungen mit der EU. Und das sichern uns die bilateralen Verträge.
